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24.08.2015

Verhaltene Freude bei Manou Antweiler, Lukas Tulovic und Marc Zellhöfer (von links)  Foto: Felix Wiessmann - Start-Ziel-Sieg
Verhaltene Freude bei Manou Antweiler, Lukas Tulovic und Marc Zellhöfer (von links) Foto: Felix Wiessmann

Start-Ziel-Sieg

Lukas Tulovic (Eberbach, Team Freudenberg/MoBikes) gewann mit einer eindrucksvollen Vorstellung den vorletzten Lauf im Rahmen der SPEEDWEEK in Oschersleben. Manou Antweiler (Bienenbüttel, Team Bergau/Fuhrmann Motor) behauptete Platz zwei gegen Marc Zellhöfer (Fürth, Pedack-ADAC Nordbayern e.V.) und fährt damit mit einem Vorsprung 17 Punkten in vier Wochen zum Finale nach Hockenheim.

"Als ich mich in der ersten Runde gleich ein wenig absetzen konnte, dachte ich, heute ist ein Start-Ziel-Sieg drin und hielt das Tempo hoch", verriet Tulovic im Ziel. Der erst 15-jährige Cup-Youngster hatte bereits die Trainings dominiert und lieferte am Sonntag ein nahezu fehlerfreies Rennen ab. "Lediglich vor der Hasseröder ist mir einmal der Gang rausgesprungen, ansonsten gab's keine Aufreger. Schade um die beiden Nuller von Zolder und Schleiz, sonst hätte ich in meiner ersten Saison gleich um den Titel mitfahren können."

Den hat nun Manou Antweiler klar im Visier: "Das Rennen war Kopfsache, ich wollte heute auf keinen Fall Faxen machen. Lukas hat gleich mächtig Tempo angezogen und als ich merkte, dass ich leichte Probleme mit dem Vorderrad habe, beschloss ich auf Nummer Sicher zu gehen. Dis Box signalisierte mir ständig '+O', aber auch die Platzierung von Maurice. Zur Sicherheit bin ich in der letzten Kurve Kampflinie gefahren und war letztlich froh, dass kein Angriff mehr erfolgte."

Darauf verzichtete Verfolger Marc Zellhöfer in Anbetracht des zweiten Podestplatzes und wurde schließlich wie schon vor zwei Wochen in Assen Dritter. "Ich habe meine erste Cup-Saison immer als Lehrjahr betrachtet und inzwischen meinen Fahrstil auf die 600er umgestellt. So bin ich schon im Training gut zurechtgekommen und stand erstmals in der ersten Startreihe. Diesen Platz konnte ich auch im Rennen von Anfang an übernehmen. Ich habe Manou rundenlang studiert, aber es gab keine Stelle, an der ich entscheidend schneller war und mit Gewalt wollte ich kein Manöver setzen."

Maurice Ullrich (Wörrstadt, Team Pepe-Tuning/Romero) büßte als Vierter weitere sieben Punkte auf Antweiler ein, betrieb damit nach großen Trainingsproblemen aber immerhin Schadensbegrenzung: "Im ersten Quali hatten wir Schwierigkeiten mit der Kupplung und im zweiten erwischte ich keine freie Runde und musste so ungewohnt aus der fünften Reihe starten. Immerhin gelang mir ein super Start und war vorne mit dabei. Dann ist leider Loris unmittelbar vor mir gestürzt, ich konnte mit Mühe ausweichen und habe dadurch den direkten Anschluss verloren."

"Mein Start ging diesmal voll in die Hose", ärgerte sich Arnaud Friedrich (Limbach-Oberfrona, Zweirad Mildner). Er kam nur als Vierzehnter aus der ersten Runde und musste sich einmal mehr mühsam in der Verfolgergruppe nach vorne kämpfen. Dies brachte ihn immerhin noch auf Platz fünf: "Schade, denn ich merkte, dass ich am Schluss schneller fahren konnte. Ein, zwei Runden mehr, dann hätte ich auch Maurice noch angreifen können."

Zu der kampflustigen Gruppe gehörte auch Dominik Rubin (Schwanau, Motorrad Rubin Racing Team), der als Sechster ins Ziel kam: "Beim Start habe ich ein mächtiges Wheelie gemacht, das mich einige Plätze kostete. Die konnte ich glücklicherweise wieder gutmachen. Den Stunt von Loris durfte ich vom Logenplatz beobachten."

Sein Bruder Daniel wurde knapp hinter Hannes Zemsauer (AUT-Steinbach/Ziehberg, Motorrad Holzleitner) Achter: "Im Training waren wir nur 3/100 Sekunden auseinander", kommentierte der jüngere Rubin den neuerlichen Bruderkampf. Im zweiten Quali hatten allerdings beide ihr Motorrad weggeworfen und Papa Hubert reichlich Arbeit beschert.

Reto Wiederkehr (SUI-Thun,Moto-Star Romero) lieferte als Neunter endlich wieder ein Top-Ten-Resultat ab. "Beim Start war ich die ersten beide Gänge auf dem Hinterrad unterwegs. Das war schön für die Galerie, hat mich aber einige Plätze gekostet. In unserer Kampfgruppe ging es eng her, es gab auch einige Berührungen, aber alles war fair. Ich bekam dann noch Besuch von Andy und Fifty, konnte aber beide wieder überholen mich am Schluss sogar noch ein paar Meter absetzen".

Den letzten Top-Ten-Platz sicherte sich schließlich Christof Höfer (Reiskirchen, Fifty-Racing.de/powered by ZZF) vor Andreas Klambauer (AUT-Tragwein, Zweirad Meggle-Team KR), Marco Freyer, Marco (Binswangen, Zweirad Hösl Racing), Patryk Kosiniak (POL-Tarnow, Yamaha Zentrum Köln-Artman Racing), Christopher Kogelbauer (Langenfeld, Schüller Racing Team) und Michael Götz (Hadamar, Haas-Romero-Racing).

Freude kam allerdings bei allen Beteiligten nicht auf, denn die Veranstaltung wurde leider von einem tragischen Unfall im ADAC-Junior-Cup überschattet. Jonas Hähle erlag am Samstagabend seinen schweren Verletzungen. Die Organisatoren des YAMAHA R6-DUNLOP-CUP stellten deshalb den Fahrern den Start frei und in einer Fahrerbesprechung wurde mehrheitlich entschieden, das Rennen auszutragen. Unsere Gedanken sind bei Jonas und seiner Familie.

Punktestand nach 7 von 8 Rennen: 1. Manou Antweiler (136), 2. Maurice Ullrich (119), 3. Lukas Tulovic (102), 4. Andreas Klambauer (70), 5. Arnaud Friedrich (60), 6. Adrian Pasek (53), 7. Patryk Kosiniak (51), 8. Marc Zellhöfer (44), 9. Colin Rossi (44), 10. Daniel Rubin (44)


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