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09.07.2017

Beinlich, Zellhöfer und Freyer (von links)   Foto: Wiessmann - Führungswechsel
Beinlich, Zellhöfer und Freyer (von links) Foto: Wiessmann

Führungswechsel

Mit seinem ersten Saisonsieg löste Marc Zellhöfer (GER Fürth, Motorrad Pedack-Team Zellhöfer) den verletzten Andreas Klambauer (AUT Tragwein, Zweirad Meggle Team KR) an der Spitze der Meisterschaftswertung ab. Der Vize-Meister des Vorjahres gewann in Zolder vor Christoph Beinlich (GER Pößneck, Beinlich Racing Team-Geyer) und Marco Freyer (GER Binswangen, Schüller Racing-Team), die beide erstmals im YAMAHA R6-DUNLOP-CUP auf dem Podium standen.

Die erste Aufregung gab es bereits nach sechs Runden. Valentin Reitmair (AUT Stroheim, Schüller Racing-Team) war in der Schikane vor Start/Ziel gestürzt, Mattias Ödlund (SWE Anderslöv, Ödlund Racing Motorrad Ruser) und Marc Ruber (GER Reiskirchen, Ruber Racing-Team powered by ZZF) konnten nicht mehr ausweichen. Verletzt wurde glücklicherweise keiner, aber das Rennen musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

Der Neustart erfolgte gemäß der Platzierung nach der fünften Runde. Damit standen erstmals Chris Beinlich und Marco Freyer neben Marc Zellhöfer in Reihe eins. Rookie Beinlich gewann sogar den Start, musste aber Zelli noch in der ersten Runde passieren lassen. "Ich konnte sein Tempo sogar mitgehen, allerdings mit einiger Mühe und an einen ernsthaften Angriff war nicht zu denken. Aber ich bin total zufrieden", verriet der 21-jährige Thüringer, dessen Vater Knut 1993 als erster Fahrer aus dem 'Osten' Cup-Geschichte geschrieben hatte.

Marc Zellhöfer fuhr souverän zu seinem ersten Saisonsieg, seinem fünften insgesamt, womit er in der ewigen Tabelle mit Martin Wimmer und Kenan Sofuoglu gleichgezogen hat. "Im Gegensatz zu Oschersleben hat hier alles gepasst. In der ersten Kurve war ich zwar beide Male nur Zweiter, aber darüber habe ich mir keinen Kopf gemacht. Natürlich hat mich der Abbruch im ersten Moment geärgert, weil ich mir schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren hatte, beim Neustart war ich dann nicht mehr ganz so aggressiv, hatte aber immer das Gefühl, es kontrollieren zu können."

Der Dritte auf dem Podium konnte sein Glück auch zwei Stunden nach dem Rennen noch gar nicht fassen. "Im ersten Rennen ist Moritz Jenkner vor mir, im zweiten Jan Mohr direkt hinter mir gestürzt. Kurz zuvor hatte ich fast einen Highsider, aber dann passte mein Rhythmus. Plötzlich was das Rennen vorbei und ich war Dritter. Diesmal lief einfach alles viel, viel besser, als ich mir vorgestellt habe", freute sich Marco Freyer, der sich zwei Tage nach seinem 26. Geburtstag selbst das schönste Geschenk machte.

Sein erst 17-jähriger Teamkollege Kamil Krzemien (POL-Dabie, Krzemien Schüller Racing-Team) strahlte nicht minder. Er hatte zwar das Podium knapp verpasst, liegt aber in der Meisterschaft gleichauf mit Leader Zellhöfer. "Die Strecke in Zolder ist nicht einfach, aber für mich sind ohnehin alle IDM-Strecken neu. Unser Plan fürs erste Jahr lautete Top-Ten, mein Traum, einmal am Podium zu stehen. Den habe ich mir schon letzte Woche in Oschersleben erfüllt. Ich bin total zufrieden."

Platz fünf ging an einen Belgier, der aber nicht wirklich Heimvorteil hatte. "Ich bin hier erst einmal einen Tage mit der 600er gefahren", verriet Come Geenen (BEL Grimber, CG Schüller Racing-Team). "Zum Schluss bin ich Kamil näher gekommen und hätte möglicherweise in der letzten Runde noch eine Chance gehabt, anzugreifen. Aber beim Abbruch war ich nur Zwölfter, deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden."

Marco Fetz (GER Merkendorf, Däschlein DRC) kommt aus dem ADAC-Junior-Cup und bestätigte mit Rang sechs seine starke Vorstellung von Oschersleben. "Ich hatte beide Male einen guten Start und bin mit dem Ergebnis zufrieden, zumal ich zuvor noch nie in Zolder war." Gleiches gilt übrigens für Schleiz, wo der YAMAHA R6-DUNLOP-CUP in drei Wochen gastiert.

Endlich etwas Zählbares gab es für Dennis Lippert (GER Brunnthal, MPB Racing / King Bikes): "Beim Test war ich hier zwar schon deutlich schneller, aber mit Platz sieben bin ich heute zufrieden, nachdem das Training schlecht gelaufen war."

Ganz anders Patrick Hobelsberger (Motopoint Racing). Nach dem Podium von Oschersleben und Platz drei im Training, war der Landauer mit Rang acht alles andere als glücklich. "In der ersten Kurve ging's brutal eng zu, ich hatte das Gefühl, wir haben uns alle berührt. Erst hat sich Yvan verbremst, ich musste aufmachen und habe richtig Zeit verloren. Dann habe ich mich selbst verbremst und musste durch den Kies."

Dahinter waren Yvan Laetzig (FRA Issenheim, Motorrad Rubin Racing Team) und Jan Schmidt (GER Büchingen, Motorrad B&S) mit ihren Platzierungen ganz offensichtlich einverstanden. "Mir gefällt der Kurs recht gut, allerdings war ich auch zum ersten Mal hier", verriet der Elsässer. Und Schmidt (GER Büchingen, Motorrad B&S) war nicht unglücklich über den Abbruch, "weil ich Probleme mit Armpump hatte. Bis zum Neustart ging's wieder besser und das zweite Rennen war ja auch nicht lang".

Dennis Stelzer (GER Pirna, Team Bergau - Fuhrmann), Gergö Molnar (HUN Zalaegerszeg, VEPP Schüller Racing-Team), Reto Wiederkehr (SUI Thun, Moto-Star Schüller Racing-Team), Philipp Stich (GER Schleiz, PS13 Racing by Motorradtke) und Stefan Lehmann (SUI St. Urban, Motorrad Rubin Racing Team) belegten die weiteren Punkteränge.

Punktestand nach 3 von 10 Rennen: 1. Marc Zellhöfer (35), 2. Kamil Krzemien (35), 3. Andreas Klambauer (31,5), 4. Marco Fetz (31), 5. Patrick Hobelsberger (29), 6. Christoph Beinlich (24,5), 7. Marco Freyer (24,5), 8. Jan Mohr (19,5), 9. Côme Geenen (19), 10. Michael Berger, Yvan Laetzig, Valentin Reitmair (jeweils 11)


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