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1990 - 1999

  • Sieg für Tadahiko Taida und Eddie Lawson bei den Suzuka 8 Hourse im Jahr 1990

  • Nachdem in den 80er Jahren „King Kenny“ Roberts und Eddie Lawson für Yamaha 500er Grand Prix-Weltmeisterschaften gewonnen hatten, übernahm Anfang der 90er Wayne Rainey.


  • 1990 sicherte sich Rainey nach einem harten Zweikampf mit dem Suzuki-Fahrer Kevin Schwantz den WM-Titel. Und weil seine Stallkollegen Juan Garriga, Jean-Philippe Ruggia, Christian Sarron und Eddie Lawson alle unter den Top 10 landeten, gewann Yamaha auch die Konstrukteurswertung.


  • Harter Kampf beim GP von Japan 1990 zwischen der #1 Eddie Lawson, Mick Doohan (Honda), Kevin Schwantz (Suzuki) und Wayne Gardner (Honda) bei der Verfolgung von Wayne Rainey

  • Wayne Rainey gewinnt die Australian und US GPs im Jahr 1991 und legt damit das Fundament für seinen zweiten Weltmeisterschaftstitel.

  • Mit diesem Ergebnis fasste Yamaha Vertrauen in seine neue Fahrergeneration um Wayne Rainey und suchte verstärkt Nachwuchstalente. Gleichzeitig machte die YZR500 Werksmaschine große Fortschritte. 

    1989 ließ Yamaha erstmals eine YZR500 (OWA8) Werksmaschine mit Datenlogger fahren. 1990 wurde das Kästchen an die OWC1 mit überarbeiteten Abmessungen und höherer Motorleistung montiert und 1991 an die OWD3 mit computergesteuerter elektronischer Federung (CES). All diese Änderungen trugen zu Raineys aufeinander folgenden Titeln bei.

    Natürlich blieben Yamahas Rivalen in diesen Jahren nicht untätig. Fünf Top-Fahrer lagen kontinuierlich an der Spitze – Wayne Rainey (Yamaha), Kevin Schwantz (Suzuki), Mick Doohan (Honda), Wayne Gardner und Eddie Lawson (Cagiva) lieferten sich auf leistungsstarken Werksmaschinen heiße Duelle, die Fans auf der ganzen Welt begeisterten. 



  • Die Kluftzwischen den Werksteams mit den neuesten Hochleistungsmaschinen und den besten Fahrern auf der einen Seite und Privatfahrern, die schwer an Serien-Rennmaschinen oder ältere GP-Maschinen herkamen, wurde stetig größer. Deshalb verkaufte Yamaha ab 1992 den Motor der OWC1 und überließ ausgewählten Teams Neumaschinen. So kam es, dass irgendwann 23 Motorräder mit Yamaha-Hintergrund in der Startaufstellung standen – darunter die OWE0 neuester Bauart, ältere YZR500 und privat gebaute Maschinen mit YZR500-Motoren. In dieser Saison gewann Yamaha zwar nicht den Konstrukteurstitel, dafür vollendete Wayne Rainey den WM-Dreierpack.

    Auch 1993 lieferten sich die Topfahrer Rainey, Schwantz, Doohan, Luca Cadalora (Raineys Teamkollege) und Daryl Beattie einen packenden Titelkampf. Rainey lag bis zum 11. Rennen auf Platz 1 und nährte damit Hoffnungen auf die vierte Meisterschaft in Folge. Leider verließ ihn dann das Glück. Als er in der dritten Runde des Nations GP in Misano die Führung übernommen hatte, verlor er ausgangs der 10. Kurve die Kontrolle und stürzte schwer. Er erlitt schwere Rückenverletzungen und musste seine Rennkarriere beenden. Rainey wurde mit den bereits errungenen Punkten immer noch Zweiter des Endklassements. Zudem verhalfen seine Punkte, Cadaloras vierter Platz sowie die Platzierungen der anderen Fahrer Yamaha zum Sieg in der Konstrukteurswertung.

    Luca Cadalora fuhr 1994 und 1995 auf einer YZR500 (OWF9) mit höherer Ansaugleistung dank Staudruck-Airbox auf die Plätze zwei und drei. 

  • Luca Cadalora fuhr viermal die YZR250 (1987-199) und später die YZR500 (1992-1995, 1997-1998)

  • Norifumi “Norick” Abe war überglücklich als er 1996 den Japan GP gewann..

  • Ab 1996 und den folgenden Jahren gehörten Norifumi „Norick“ Abe und Massimiliano „Max“ Biaggi zu den Top-Akteuren. Sie fuhren weiterentwickelte YZR500 mit pulvermetallurgisch produzierten Kolben, überarbeitetem V-Zylinder-Winkel, neuer Antriebsachsenposition und anderen Innovationen. Die konnten jedoch nicht verhindern, dass die Konkurrenz die Weltmeistertitel abholte. Yamaha sollte sechs bzw. elf Weltmeisterschaften warten müssen, bis in der 500er Grand-Prix-Weltmeisterschaft wieder ein Konstrukteurs- bzw. Fahrertitel gefeiert werden konnte.JohnKocinski sorgte 1990 gleich in seiner Debütsaison für Furore.

    Auf einer YZR250 (OWB9) mit 90° V2-Motor, Einzelkurbelwelle und Ausgleichswelle wurde er beim letzten Rennen Weltmeister, nach einem Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Honda-Fahrer Carlos Cardús.

    Der japanische Fahrer Tetsuya Harada, der im Jahr zuvor die japanische Motorrad-Straßenmeisterschaft gewonnen hatte, entpuppte sich 1993 auf seiner TZ250M (0WF3) als ernstzunehmender Herausforderer von Top-Fahrern wie Kocinski (der kurz davor zu Suzuki gewechselt war), Biaggi, Capirossi, Reggiani (Honda) und Ruggia (Aprilia). Nach mehreren Siegen zu Beginn der Saison und mehreren Finishes in den Punkterängen schonte er in der ersten Hälfte des Finales im spanischen Jarama die Reifen, forcierte dann aber ab Runde 20 das Tempo. Mit diesem Schachzug überholte er nacheinander die zuvor genannten Kollegen und errang einen sensationellen Sieg, der ihn zum zweiten japanischen Weltmeister machte.

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  • Trotz etlicher Versuche und aufgrund verschiedener Rückschläge gelang es Harada und Yamaha in den folgenden Jahren nicht, den 250er-Titel zurückzugewinnen – Platz 7 1994, Platz 2 1995 (mit der neuen YZR250 im letzten Rennen) und Platz 8 1996 waren die Ausbeute. Nach zwei
    Jahren Pause stieg Yamaha 1999 mit den Werksteamfahrern Shinya Nakano und Olivier Jacques wieder in die Viertelliterklasse ein. Nakano belegte am Ende Platz 4, Jacques wurde Siebter. Nach der Jahrtausendwende sollten diese beiden Fahrer jedoch einen dramatischen Kampf um die Meisterschaft austragen. Die TZ125 feierte in den 90er Jahren ein Comeback. Als japanische Fahrer in der 125er-Klasse der Grand-Prix-Weltmeisterschaft weltweit bekannt wurden, versuchte sich Yamaha im Straßenrennsport breiter aufzustellen und sich den Titel zurückzuholen. Dazu wurde die Entwicklung der TZ125 fortgesetzt. Nachdem Yoshiaki Katos das 125er-Klassement der japanischen Motorrad-Straßenmeisterschaft mit einem TZ125-Prototyp gewonnen hatte, feierte die TZ125 1993 bei der Grand-Prix-Weltmeisterschaft ihr Comeback.

    Jorge Martinez war am Ende vorne und verhalf Yamaha nach ungefähr 20 Jahren zum ersten Sieg in der Achtelliterklasse.Abseits der Grand-Prix-Weltmeisterschaften taten sich Yasumoto Nagai, Christian Sarron und Dominique Sarron zusammen und fuhren mit einer YZF750 das 24 Stunden-Langstreckenrennen Bol d'Or. Die 667 Runden, mit denen sie am Schluss gewannen, setzten eine neue Rekordmarke.

  • Yasumoto Nagai bei den 1994 Bol d’Or 24 Hours – Er gewann den Titel mit Christian und Dominique Sarron.

  • #41 Noriyuki Haga gewann 1997 die All Japan Superbike Championship.

  • Auch in der Superbike-WM war Yamaha sehr aktiv. Yasumoto Nagai hatte 1995 beste WM-Aussichten, als er beim Rennen in den Niederlanden auf tragische Weise tödlich verunglückte. Am Saisonende stand er dennoch auf Platz 5. Colin Edwards beendete die Saison 1996 auf Platz 5, Scott Russell wurde 1997 Sechster und Noriyuki Haga, der 1998 zum Team stieß und viele Fans mit seinem harten, aber unprätentiösen Stil faszinierte, arbeitete sich in seiner dritten Saison auf den zweiten Platz vor. Ende der 90er Jahre ersetzte Yamaha die YZF750 durch die YZF-R7. Das Motorrad lieferte viele wichtige Erkenntnisse und Daten für den Bau eines 4-Takt-Motors für die 500-ccm-Klasse der Grand-Prix-Weltmeisterschaft.


Pekka Vehonen war 1990 der einzige Fahrer, mit dem Yamaha zur Motocross-WM antrat. Prompt gewann der Finne den Titel in der 250er Klasse. Im darauf folgenden Jahr wurde er auf der Werksmaschine Siebter, während Peter Johansson auf einer Serien-YZ250 den vierten Platz belegte.

Daraufhin beschloss Yamaha, seine Teamstruktur umzuorganisieren. Ab jetzt arbeitete Yamahas europäischer Hauptsitz mit Michele Rinaldi zusammen, der schon Profi-Rennteams geleitet hatte. Außerdem wurden Donny Schmidt und Alessandro Puzar an Bord geholt. Zusammen mit Robert Moore vom Belgarda Yamaha Team und anderen hatte Yamaha bei der Motocross-Weltmeisterschaft fünf Teams und sechs Fahrer am Start. Die neuen Yamaha-Teams konnten 1992 bald ihren ersten großen Erfolg feiern. Donny Schmidt gewann als sechster Yamaha-Fahrer die 250 ccm-Klasse der Motocross-WM, während Moore und Puzar Zweiter bzw. Vierter wurden und damit maßgeblich zu Yamahas fünftem Herstellertitel beitrugen.

Ab 1994 fuhr Yamaha wieder in der 125er Klasse. Moore holte auf einer komplett neuen YZ125 für das Rinaldi-Team diese Meisterschaft. 1997 erkämpfte sich Alessio Chiodi vom Belgarda-Team Yamahas dritte 125 ccm-Weltmeisterschaft. Dank der Leistung dieser Fahrer holte sich Yamaha 1994, 1995, 1997 und 1998 den
Herstellertitel. 

  • 1997 stieg Yamaha mit der neuen, leichteren, kompakten und leistungsstarken YZM400F (0WH2) Viertakt-Werksmaschine wieder in die 500er Klasse ein. In diesem Jahr stand Yamahas Andrea Bartolini acht Mal auf dem Siegertreppchen und landete am Ende mit vier Rennsiegen auf Platz 5, Peter Johansson wurde Sechster. Als Bartolini 1999 seinen siebten Rennsieg geschafft hatte, war er nach 16 Jahren Yamahas erster Motocross Weltmeister in der Halbliterklasse. Sein Teamkollege Puzar sowie die Yamaha-Fahrer Francisco Garcia Vico und Miska Aaltonen auf YZ400F Serienmaschinen trugen dazu bei, dass Yamaha den zweiten 500 ccm Herstellertitel seit 1978 gewann.

  • Die YZM400F (0WH2) war Yamahas erster 4-Takt Motocrosses. 1997 fuhr die den ersten Sieg ein als Bartolini 1997 die erste 500cc Motorcross World Championship in Italien gewann.

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Andrea Bartolini clinched the 1999 500cc Motocross World Championship title.

  • Nach einer unglücklichen Saison 1997, gewann Doug Henry 1998 den AMA 250cc Motocross Titel auf einer 0WK4, welche auf einer YZ400F basiert war.

  • Die scheinbar grenzenlose Leistung des Yamaha-Viertakters wurde auch in den USA ausgiebig genutzt. Doug Henry gewann auf der YZM400F (0WH2) das letzte Rennen der AMA 250 ccm Supercross-Saison 1997 und war damit der Erste, der ein AMA Supercross-Event auf einer 4-Takt-Motocrosser gewann.

  • Etwa zur gleichen Zeit wurde die Kraft der früher üblichen 2-Takter wiederentdeckt. Yamaha hatte seit 1989 keinen AMA Supercross-Titel mehr gewonnen. Aber 1996 und 1997 holte Kevin Windham den 125 ccm-Titel in der Region West, dem 1998 John Dowd (Region West), 1999 Ernesto Fonseca (Region Ost) und 2000 Stephane Roncada (Region Ost) folgten – alle auf einer YZ125. Die bedeutendste Rennkategorie war jedoch die Viertelliterklasse. Die gewann Jeremy McGrath drei Mal hintereinander (1998–2000) auf einem YZ250M.

    Die Rennsportveranstaltung, in der Yamaha in den 90er am meisten brillierte, war die Rallye Paris-Dakar. Obwohl sich Start- und Zielort sowie die Routen in den 90er Jahren immer wieder änderten, blieben der Name und das ursprüngliche Ziel das gleiche: eine umfangreiche Langstrecken-Abenteuer-Rallye in Afrika. Auch die Faktoren, die über Sieg und Platz 2 entschieden, blieben unverändert: 1) ein Fahrer mit überlegener Fahrtechnik, starker Entschlossenheit und besonnenem Urteilsvermögen, 2) ein erfahrenes Begleitteam, das mit seiner Erfahrung und seinem technischen Wissen für sämtliche Schwierigkeiten oder Unfallszenarien gewappnet ist und 3) ein leistungsstarkes Offroad-Motorrad, das wendig, schnell und ausdauernd ist. Um diese drei Voraussetzungen gleich stark zu besetzen, fehlte Yamaha vor allem Letzteres.

  • Stéphane Peterhansel nahm 1993 mit der YZE850T (0WD8) teil. Yamaha sicherte sich in diesem Jahr alle drei Podiumsplätze.

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1995 Paris-Dakar – Stéphane Peterhansel gewann die vierte Dakar Rallye mit dem Reihenzweizylinder der auf der TDM850 basierenden XTZ850R.

  • Stéphane Peterhansel gewann die sechste Dakar Rallye mit dem Reihenzweizylinder der auf der TDM850 basierenden XTZ850TRX im Jahr 1998.

  • 1991 war es aber so weit. Yamaha hatte acht YZE750T (0WC5) mit verbesserter Leistung im unteren und mittleren Drehzahlbereich parat, die auch mit minderwertigem Benzin zurecht kamen. Stéphane Peterhansel, Gilles Lalay und Thierry Magnaldi belegten alle drei Podestplätze. Yamaha errang den dritten Dakar-Sieg und den ersten seit 10 Jahren. Peterhansel gewann danach mit einer YZE750T (0WD8), deren Hubraum auf 850 ccm gesteigert wurde, drei Mal in Folge.

    1994 blieb Yamaha keine andere Wahl, als die Meldung aufgrund von Reglementänderungen zurückzuziehen. 1995 war man aber schon wieder dabei – regelwerksgetreu mit einer XTZ850R, von der „maximal 15 Maschinen auf dem allgemeinen Markt verkauft werden dürfen“. Stéphane Peterhansel war gleich wieder siegreich. Edi Orioli dominierte die Dakar 1996 mit einer aktualisierten XTZ850TR. 1997 und 1998 hieß der Sieger erneut Peterhansel. Seine sechs Dakar-Siege sind bis heute Rekord. Als Yamaha nach 20 Jahren den Vorhang herabließ, hatten seine Fahrer insgesamt neun Dakar-Siege gefeiert.

  • Anfang der 70er Jahre wagte sich Yamaha mit Mick Andrews auf Trial-Terrain. In den 80er und 90er Jahren konzentrierte man sich aber hauptsächlich auf Japan. Atsushi Ito und Yamaha gewannen 1987, 1988 und 1990 auf einer TY250R mit Monocross-Federung die japanische Trial-Meisterschaft. 1991 folgte Yoshihiro Nakagawa, und 1993 räumte Pascal Couturier mit einem TY250Z Serienmodell ab. Um diese Zeit versank die japanische Wirtschaft in eine lange wirtschaftliche Stagnation, unter der auch auf die Motorradhersteller schwer litten.  Yamaha fuhr seine Rennsportaktivitäten wieder zurück und der Rückzug aus der Trial-Szene in der zweiten Hälfte der 90er Jahre war unvermeidlich.


  • König der afrikanischen Wüste – Stéphane Peterhansel schreibt Geschichte mit einem sechsten Sieg bei der Paris-Dakar Rally und überholt Cyril Neveu (fünf Siege).

Quelleninformationen und Bildmaterial: "Spirit of Challenge – Sixty Years of Racing Success", Yamaha Motor Co., Ltd.

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